Visquard – Greetsiel

Die Tour führt uns an den Leuchttürmen in Campen und Pilsum vorbei bis zur Leybucht. Sie ist ca 40 km lang und dauert bei flotter Fahrweise 2 Stunden. (Ohne Gegenwind 😉 )
Wir starten an der Kirche und fahren über die Kirchstrasse…


…an der Feuerwehr vorbei zum Visquarder Ring.
Dort fahren wir links ab um nach wenigen Metern rechts in den Pewsumer Weg einzubiegen. Über die Felder geht es in Richtung Pewsum, vorbei am Hof Schatthaus, bis zum Kreisverkehr.

Im Kreisverkehr nehmen wir die erste Ausfahrt in die Manningastrasse und fahren in Richtung Groothusen.

Geradeaus gehts nach Hamswehrum. Wer eine Pause braucht kann aber auch einen Abstecher zur Osterburg machen. Rechts in Richtung Manslagt abfahren, dann liegt nach 500 Metern rechts das 534 Jahre alte Bauwerk im UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer. Es zählt als Häuptlingsburg zu den ältesten Profangebäuden Ostfrieslands. Dort gibt es ein Restaurant und ein Cafe.
Wir fahren geradeaus über die Hamswesterstrasse in Richtung Hamswerum. Hier überqueren wir die Strasse an der Bushaltestelle und fahren in Richtung Leeshauser Strasse.

Vorbei am Malerhaus geht es weiter durch das Wohngebiet in Richtung Deich.
In der Ferne sieht man schon den Campener Leuchtturm.

Weiter gehts durch die Felder bis zum Deichhof Leeshaus.

Hier biegen wir links ab in Richtung Leuchturm.
Campen Leuchtturm

Der höchste Leuchtturm Deutschlands steht mit 65,3 Metern steht 9,3 km südlich vom Pilsumer Leuchtturm und kann von Mitte März bis Ende Oktober nachmittags regelmäßig besichtigt werden. 308 Stufen sind allerdings eine Herausforderung.
Weiter gehts in Gegenrichtung Pilsum. Immer am Deich entlang.

Und irgendwann taucht der „Ottoturm“ auf…
Pilsumer Leuchtturm

Der Leuchtturm in Pilsum ist eines der bekanntesten Wahrzeichen in ganz Ostfriesland. Er wurde 1890 in Betrieb genommen und war bis Juni 1915 in Betrieb. Durch seine knalligen Farben und durch die „Otto“-Filme hat er einen wahren Kultstatus erreicht und wird jährlich von tausenden Gästen besucht. Bitte laßt euren Eding zuhause und beschmiert nicht unser Wahrzeichen.
Weiter gehts, noch ein letzter Blick zurück.

Im Hintergrund sieht man Eemshafen in den Niederlanden. Der Hafen liegt in der Provinz Groningen und liegt südlich von Borkum. Eemshaven dient auch als Fährhafen. Die Reederei AG Ems führt von hier mehrmals täglich Fahrten zur deutschen Insel Borkum durch.
Wir fahren weiter am Deich entlang in Richtung Leysieler Schleuse und kommen an einem Feld für Nordseespargel vorbei. Die frischen Triebe des „Quellers“ sind als Delikatesse bekannt und für den Küstenschutz wichtig. Deshalb steht er auch unter Naturschutz und darf im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer nicht gepflückt werden.

Im Herbst bietet Queller mit seinen orange-roten Färbungen einen schönen Anblick. In der Nordsee lebt er nur sieben Monate, von April bis Oktober. Seine Samen überstehen die Winterzeit und können sogar bis 50 Jahre überdauern. Sie benötigen zur Keimung Frischwasser und keimen deshalb erst nach einem Regen. Nach dem Absterben der Pflanze lässt der Frost die Samenkapseln aufspringen und Gezeitenströmungen verteilen bis zu 10.000 Samen pro Pflanze. Queller ist reich an essentiellen Nährstoffen, darunter Vitamine (wie Vitamin A, Vitamin C und Vitamin B6), Mineralien (wie Kalzium, Magnesium und Kalium) und Ballaststoffe.

Weiter gehts am Greetsieler Nacken entlang bis zur Schleuse.
Schleuse Leysiel

Durch die Schleuse wird die Nordsee vom Greetsieler Hafenbecken getrennt. Kein Chance für Ebbe und Flut den Wasserstand im Hafenbecken zu beeinflussen. Das 30 Meter breite Siel ermöglicht Schiffen, auch bei unterschiedlichen Wasserständen sicher zwischen beiden Gewässern zu fahren.

Bei normalem Wetter kann das Wasser kontrolliert durch die Anlage fließen. Droht jedoch eine Sturmflut, werden die großen Sperrtore geschlossen.

Der 200 Hektar große Speichersee dient sowohl der Aufnahme des durch die Siele abfließenden Wassers als auch als Stauraum .
Wir fahren von der Schleuse aus wieder zurück in Richtung Pilsum.
Der Weg gabelt sich und wir fahren vor dem Pilsumer Leuchtturm links ab in Richtung Greetsiel. „Am Alten Deich“ entlang führt es unweit des Leyhörner Sieltiefs direkt bis in den Hafen.
Greetsiel Hafen


Im Fischereihafen liegen noch ca. 20 Krabbenkutter. Er zählt zu den größeren deutschen Kutterhäfen, etwas mehr als zehn Prozent der knapp 250 deutschen Krabbenkutter sind dort beheimatet.
Häuserzeile an der Sielstraße. Hier fallen vor allem die Häuser mit ihren nach niederländischen Vorbildern gestalteten glockenförmigen Giebeln auf.

Eine weitere Sehenswürdigkeit ist das 1798 erbaute alte Siel. Es liegt mittig im Ortskern und ist zugleich ein beliebter Aussichtspunkt auf den Hafen.

Das denkmalgerecht rekonstruierte „Steinhaus“ aus der Übergangszeit Spätgotik-Renaissance vom Ende des 16. Jahrhunderts. Teile sind jedoch aus der Frühzeit Greetsiels (1370). Es steht unter Denkmalschutz.

Die Marienkirche wurde zwischen 1380 und 1410 nach gotischem Stil erbaut.
Der Glockenturm steht, wie bei vielen anderen ostfriesischen Kirchen auch, neben dem eigentlichen Kirchenbau.
Hier endet unsere Radtour. Es gibt in Greetsiel noch vieles zu endecken. Viel Spass dabei.
